Pressestimmen

Alles, was die Kirchenmusik ausmacht

Musiknacht 2017

Hanns-Peter Springer mischt bei der „Musiknacht“ alle Klangfarben, die sein Kantorat zu bieten hat

Dass der Ruf des Kuckucks – die kleine Terz – so etwas wie das natürliche Ur-Intervall ist, mit dem auch Kinder ihre
Mutter rufen, hat man ja durchaus schon einmal gehört. Dass aber die Kuckucke in Europa in verschiedenen Tonhöhen
rufen, dürfte hingegen den meisten neu sein. Genau diese Erkenntnis hat aber den Klangkünstler Erwin Stache auf die großartige Idee gebracht, alle Kuckucke und ihre verschiedenen Tonhöhen in einer Kuckucksuhrenorgel zu vereinen –
eine internationale Verbindung, die er zum Reformationsjubiläum für die Kirche von Westfalen realisiert hat: Sechs Kuckucksuhren, die jeweils mit zwei Blasebälgen und zwei Orgelpfeifen sechs verschiedene Kuckucksrufe und damit
zwölf verschiedene Töne ergeben, so dass die sechs Kuckucke mit vereinten Kräften im Prinzip jede nur erdenkliche
Melodie im gekonnten Wechselspiel pfeifen können.


Wunschkonzert auf der Kuckucksuhrenorgel

Ein paar Stücke hat der Erfinder wie bei einem Glockenspiel computergestützt programmiert – dem Kuckucksuhrenorgel-Wunschkonzert steht also nichts mehr im Wege.
Eine tolle und wirklich sehr amüsante Sache, von der auch Kantor Hanns-Peter Springer so begeistert war, dass er
die Orgel für seine „Musiknacht“ am Samstagabend ausgeliehen und im Garten hinter der Obersten Stadtkirche
aufgebaut hat. Dort wurde sie dann passend zum Ambiente des wunderbar beleuchteten Gartens zum besonderen i-Tüpfelchen der an Glanzlichtern nicht gerade armen Nacht.


Hanns-Peter Springer hat offensichtlich immer mehr Freude daran, die Kräfte der verschiedenen Kantoreichöre und
der Musiker, die mit der Kantorei verbunden sind, zu bündeln und zu einem sehr außergewöhnlichen, kontrastreichen
und klangvollen Programm zu mischen. Es sind so viele unterschiedliche Klangfarben und Stile, die die Kirchenmusik
an der Obersten Stadtkirche ausmachen, und Hanns-Peter Springer versteht es blendend, sie alle sich gegenseitig verstärkend und hervorhebend mit gleicher Wertschätzung zu präsentieren.


Poppige Klavier-Improvisationen zusammen mit seiner Frau Ute Springer am Klavier treffen da auf den großen und
stimmlich höchst kultivierten Kantorei-Chor mit ernsten Sakralwerken von Schütz bis Brahms. Die wunderbaren
Solo-Stimmen der aktuellen „5nach5“-Besetzung kommen ausgiebig zum Zuge und wechseln sich mit der Geigerin
Johanna Lauber ab, die Iserlohn ja inzwischen wieder verlassen hat, zuvor aber ebenfalls Mitglied der Kantorei war
und gerne für das Konzert aus Halle an der Saale anreiste.


Auch die Kantorin Solveig Lichtenstein war aus dem niedersächsischen Herzberg angereist, um das Konzert zu
unterstützen. Die junge Kirchenmusikerin hatte vor fünf Jahren ein Praktikum bei den Springers absolviert. Nun spielte
sie virtuose Werke an der Orgel und Alte Musik am Cembalo, und traf damit auf die modernen Arrangements, die der Popchor „RiSE UP!“ vortrug. Auch die Gemeinde sang mit. Aus der Kantorei formte Hanns-Peter Springer einen bis dato nicht gehörten, vierstimmigen Männerchor. Und zu den vielen Eindrücken des Abends, der am Ende bis weit nach 23 Uhr andauerte, zählten auch die liturgischen Gedanken von Pfarrer Andres-Michael Kuhn und die stimmungsvolle Illumination
der Kirche und des Gartens sowie die Getränke, Snacks und Begegnungen in der großen Pause.


Virtuoser Ritt auf dem Hackbrett

Die Kuckucksuhrenorgel, die dort zum Einsatz kam, war ein besonderer folkloristischer Tupfer, aber nicht der Einzige.
Denn mit der Zymbal-Spielerin Irina Shilina und ihrem Begleiter am Akkordeon, Alexander Hochhalter, hatte Hanns-Peter Springer noch ein sehr außergewöhnliches Schmankerl parat. Was die Virtuosin mit ihren Klöppeln an diesem
urwüchsigen Hackbrett vollführte, was für einen wilden Ritt sie dort mit großen klassischen Werken und Anklängen an die Volksmusik hinlegte, war kaum zu glauben und riss das Publikum immer wieder zu spontanem Szenen-Applaus hin.

Ralf Tiemann, IKZ, 04.09.2017




Chorreise der Evangelischen Kantorei 15. bis 18. Juni 2017
Konzerte und Gottesdienst im Aschaffenburger Land
Programm

"Facettenreiche Klangreise
Evangelische Kantorei Iserlohn glänzt in Miltenberg"

Konzert in Miltenberg


Feins­ter Ch­or­ge­sang, mal mit span­nen­dem Or­gel­spiel oder ge­fühl­vol­len Pia­no­pas­sa­gen un­ter­malt so­wie an­mu­ti­ge Vio­li­nen­klän­ge als wei­te­rer Höh­e­punkt: Die Evan­ge­li­sche Kan­to­rei Iser­lohn hat mit ih­rem Kon­zert am Frei­tag in der Mil­ten­ber­ger Jo­hannes­kir­che be­geis­tert.

Das Ensemble präsentierte sich in absoluter Bestform und bot Instrumentales und Liedgut aus verschiedenen
Jahrhunderten. Die Leitung hatte Hanns-Peter Springer, mit dabei waren noch Violinistin Johanna Lauber und Pianist Jonathan Förster.


Bereits der Einstieg war mit »Herr Jesu Christ, Dich zu uns wend« etwas Besonderes: Der Chor bestach mit einem voluminösen Klangbild, in dem die Stimmen der Frauen und Männer hervorragend aufgeteilt waren. Glasklarer, heller
Gesang ging Hand in Hand mit einem tief tönenden Fundament, wobei zwischendurch die Lautstärke zugunsten der
Dynamik auch mal heruntergefahren wurde.

Dem positiven Grundtenor des folgenden »Singet dem Herrn« wurde mit starkem Ausdruck der Sängerinnen und
Sänger nochmals Schub verliehen, zumal die Nummer mit geschickt umgesetzten Steigerungen aufwartete. Um das bestmögliche aus den gerade jeweils gesungenen Liedern herauszuholen, wechselte der Chor ab und an seine
Aufstellung, so auch kurz vor »Jesu, meine Freude«, bei dem eine schwungvolle Vortragsweise tatsächlich die
titelgebende Freude vermittelte. Darüber hinaus warteten die Iserlohner mit tollen Lautmalereien auf. In einem
Abschnitt waren nur wenige Stimmen im Einsatz, bevor die komplette Gruppe wieder einstieg - ein gekonntes
Wechselspiel.

Die Sonate für Violine und Continuo (Johann Joachim Quantz) war filigrane Instrumentalkunst. Über die vier Parts -
Adagio, Allegro, Largo und Minuetto - hinweg entpuppte sich die Darbietung der Komposition als aufregende
Klangreise. Zunächst standen getragene Flächen der Violine und sanftes Orgelspiel im Vordergrund, im weiteren
Verlauf wurde das niveauvolle Spiel flotter, kurzweilige Tonfolgen inklusive.
Qualitativ gleichzusetzen auch die anschließende Kyrie, bei welcher ein stimmiges Piano für das passende Ambiente
sorgte, bevor ein vom Chor mit Inbrunst intoniertes »Gloria« erschallte.


Zu entdecken gab es viel, unter anderem die geschickt versetzten Vokaleinsätze bei »Sanctus - Benedictus« oder die Abstimmung zwischen Piano und Chor bei »Agnus Dei«.
Ein weiteres Glanzlicht war »Sarabande« aus einer Sonate von Eugène-Auguste Ysaÿe: Lauber begann mit
Fingerzupftechnik und ließ in der Folge mit virtuosen und emotional großartigen Aufbauten die Zuhörer staunen.
Nach fünf »Expressiven Motetten«, abermals vom Chor großartig inszeniert, schloss »Glory To Thee« für Chor und
Orgel ein einmaliges Konzerterlebnis ab.

Marco Burgemeister

Main-Echo, Montag, 19.06.2017




"Gaff nicht in den Himmel – Reformation heute"

Liedoratorium von Matthias Nagel (Musik) und Dieter Stork (Text)

Es ist der polternde Luther, der Dieter Stork besonders interessiert. Der Luther, der kein Blatt vor den Mund nimmt,
der auf gut Deutsch und gerne auch ungehobelt sagt, wo es lang geht, der konsequent, kämpferisch und kompromiss-
los für seine Sache eintritt. Jahrelang, so der Pfarrer und Autor, habe er sich mit dem großen Reformator beschäftigt.
Als Essenz daraus hat er den Text zu dem Luther-Oratorium „Gaff nicht in den Himmel“ geschrieben. „Mein Anliegen
ist es, Luther ins heute zu übersetzen“, sagt Stork. Gaff nicht in den Himmel, wenn Gott doch hier unten bei uns ist –
das ist barsch, klar heraus und trifft ins Mark. Ein original polternder Luther.

Es ist dieser polternde Luther, den auch Matthias Nagel beim Schreiben vor Augen hatte.
Nun soll es zum Reformations-Jubiläum ein Luther sein, der auch den Menschen von heute etwas zu sagen hat, der
auch heute noch die Richtung vorgibt: „Ich würde mir wünschen, Luther würde heute bei uns in eine Sitzung über
Klimaschutz oder Menschenrechte hineinplatzen und sagen ,Kinder, so geht es nicht’“. Was Nagel selbst an dem
neuen Werk auch besonders wichtig ist: „Ich will aus dem Mittelalter ins heute blicken und von heute ins Mittelalter.“

Und das ist ihm extrem gut gelungen. „Gaff nicht“ bietet in dieser Hinsicht viel mehr als einige mit Schlagzeug
unterlegte Luther-Choräle. Matthias Nagel nähert sich vielmehr aus der Perspektive der Popmusik. Er atmet diese
Musik mit allen Poren, und der Grundton der erhebenden, hymnischen Klavierballade weht durch das ganze Stück.
Auf dieser Grundlage umschlingt er nun die Lieder Luthers und schafft eng verwobene und sich gegenseitig durch-
dringende Neuschöpfungen. Schon in der ersten Nummer schickt er „Christ ist erstanden“ auf die Zeitreise ins hier
und jetzt und stellt es einem eigenen Song entgegen. Und so verfährt er auch mit „Nun freut euch!“, „Du, meine Seele
singe“ und anderen alten Liedern, was eine umwerfende und ganz und gar neue Wirkung erzielt.

Gleichzeitig lässt Nagel eine ungeheure stilistische Vielfalt vom schunkelnden Spottlied bis zur modernen Cluster-
Technik hören und schöpft die klanglichen Möglichkeiten der groß besetzten Band, die mit Rhythmusgruppe
(Klavier, Gitarre, Keyboard, Bass, Schlagzeug) sowie drei Streichern und sechs Bläsern ausgesprochen viel an
Klangfarben und -effekten zulässt, voll aus. Mit Blockflöte und Tambourin lässt er beispielsweise immer wieder auch
das Mittelalter anklingen.

Ralf Tiemann in: Kirchenmusik in Westfalen, Ausgabe 7, Januar 2017, gekürzt



Großer Jubel für „Gaff nicht“ in der Obersten Stadtkirche
(Aufführung am 14. Mai)

Gaff nicht

Schon der erste große Chor ging richtig unter die Haut. Den Oster-Hymnus „Christ ist erstanden“ hat Komponist
Matthias Nagel hier mit moderner Klang- und Tonsprache verquickt und damit die Richtung in seinem Lied-Oratorium
„Gaff nicht in den Himmel“ vorgegeben. Gerade diese, seine ganz eigene Art, alte Choräle aufzugreifen und ebenso
intelligent wie wirkungsvoll weiterzuentwickeln, macht sein Stück so reich an Höhepunkten, die das Publikum richtig-
gehend packen. Und Ute Springer ist es bei der Neuaufnahme des Oratoriums gelungen, diese Eigenheiten noch
stärker herauszuarbeiten als bei den ersten Aufführungen. Bereits im November hatte die Iserlohner Kantorin die Ehre,
 zusammen mit ihren Chören die Erstaufführung des zum Reformations-Jubiläum komponierten Werkes in Hagen zu
 übernehmen. Damit begann in gewisser Weise ein kleiner Triumphzug, der über einen Auftritt bei der Landesynode in
 Bielefeld lief und in wenigen Wochen mit einer großen Aufführung beim Kirchentag in Berlin endet. Am vergangenen
 Wochenende standen mittendrin die Aufführungen in Lüdenscheid und in der Obersten Stadtkirche auf dem Programm,
 die mit Sicherheit einen qualitativen Höchststand boten. Denn Ute Springer hatte nach den ersten Aufführungen nicht nur
 die Möglichkeit, das Werk noch einmal spürbar reifen zu lassen und den großen Chor aus „5nach5ern“, „Maxis“,
 „RiseUp!“ und Kantoreisängern mit Unterstützung aus Lüdenscheid auf fast 100 Stimmen auszubauen, mit Iserlohner
 Band und Iserlohner Solisten wurde „Gaff nicht“ auch zu einer Iserlohner Herzensangelegenheit, für die viele brannten –
 allen voran die umwerfenden Solisten aus den Reihen der „5nach5er“ angeführt von Simon Lausberg. Das hat auch
 das Publikum so empfunden und die Aufführung ausgiebig bejubelt.
IKZ 17.05.2017 rat/ Foto: May

Auch beim Kirchentag in Berlin wird "Gaff nicht in den Himmel" zu hören sein von Mitgliedern
von RiSE UP! und 5nach5.

Hier die Termine:

Freitag, 26. Mai um 14 Uhr: „Gaff nicht in den Himmel“, Trinitatiskirche Charlottenburg

Samstag, 27.5. von 14.30-17.30 Uhr: Lutherspektakel, mit Teilen aus "Gaff nicht" Messehalle 12

Sonntag, 28.5. 10 Uhr: Gottesdienst im Berliner Dom!








Über der Schuke-Orgel geht ein Stern auf


Florian Mai von der Orgelbaufirma Schuke in Berlin präsentiert den hörbaren Teil des Zimbelsterns: Ein Glockenspiel, das von einer Walze bewegt wird und gestern in die Orgel eingebaut wurde. Foto:Michael May

Das Instrument in der Obersten Stadtkirche wird technisch modernisiert und bekommt ein i-Tüpfelchen

Als Organist kommt man schnell ins Schwitzen. Schon bei einer einfachen Liedbegleitung braucht man ziemlich flinke Hände, wenn man zwischen den Strophen die Klangfarbe ändern möchte. Dazu müssen neue Register gezogen, andere wieder ausgeschaltet werden, was wiederum eine Menge Handgriffe erfordert, bei denen der musikalische Fluss möglichst nicht unterbrochen werden sollte.

Um da Abhilfe zu schaffen, wurden schon früh die sogenannten Spielhilfen erfunden, die es dem Spieler erlauben, einige Register-Kombinationen vorzubereiten und per Knopfdruck abzurufen – also mitten in der Musik mit einem kurzen Handgriff die Klangfarbe zu wechseln. Einen solchen einfachen „Schubkastensetzer“ mit fünf Kombinationen hatte auch die 1972 erbaute Schuke-Orgel in der Obersten Stadtkirche von Beginn an – ein recht großer elektronischer Apparat mit zig kleinen Kippschaltern, über die der Organist fünf verschiedene Registrierungen einstellen kann.

10 000 Kombinationen für die 45 Register

„Aber auch damit waren bei größeren Werken technische Pausen unvermeidbar“, sagt Kantor Hanns-Peter Springer. Schließlich gibt es gerade in Romantik und Moderne reichlich Orgelliteratur, die auf klangliche Effekte setzt und je nach Länge zigfaches Umregistrieren erfordert. Selbst mit einer erfahrenen Registrierhilfe an der Seite des Organisten lasse sich da vieles nicht verwirklichen.

Genau dieser Missstand gehört nun der Vergangenheit an. Seit einer Woche ist die Firma Schuke aus Berlin in der Kirche bei der Arbeit, um die komplette Elektronik auszutauschen und dem Instrument eine nagelneue computergesteuerte Setzeranlage zu verpassen. Mit der können die Kantoren Ute und Hanns-Peter Springer und alle anderen, die auf der Orgel spielen, üben und konzertieren – nicht unendlich viele – aber immerhin 10 000 Registerkombinationen abspeichern.

„Das verspricht nun deutlich schnelleres und fehlerfreieres umregistrieren“, freut sich Hanns-Peter Springer über die neuen technischen Möglichkeiten, mit denen er nun noch deutlich virtuoser die Klangfarben von 45 Registern und rund 3400 Pfeifen mischen kann. Und nichts geht verloren. Ende der Woche ist der Umbau abgeschlossen und dann kann er – wenn er möchte – schon mal die Stücke für das „Feuerwerk der Orgelpfeifen“ einprogrammieren und an Silvester abrufen.

Präsentationskonzert am 27. April

Soweit die Freude des Organisten – denn das Publikum wird von der neuen Elektronik vermutlich nicht allzu viel hören. Doch auch für die Kirchenbesucher hält der laufende Orgelumbau eine deutlich hör- und sichtbare Aufwertung bereit: Die Schuke-Orgel bekommt einen Zimbel-Stern – ein sogenanntes Effektregister, das aus vielen kleinen Glöckchen besteht und zur Krönung einem brausenden Orgelwerk noch den besonderen Glanz verleiht. Ein klangliches i-Tüpfelchen, wenn man so will, das, wie Hanns-Peter-Springer sagt, nicht in jedem Gottesdienst, sondern nur zu besonderen Anlässen und bei passenden Werken gezogen wird.

Schon seit der Barockzeit werden solche Zimbelsterne in der norddeutschen Orgeltradition verwendet. Melodien lassen sich nicht damit spielen, sie sind vielmehr ein reiner Klangeffekt für die besonderen Momente. Da die Schuke-Orgel in ihren Disposition den deutschen Barockorgeln nachempfunden ist, hat sich Hanns-Peter Springer schon länger dieses zu seinem Orgelklang passende Register gewünscht – zumal sich mit der Walze, die die Aufhängung der Glöckchen bewegt, auch ein vorne auf den Orgelpfeifen sichtbarer Holzstern drehen lässt.

Möglich wurde die Anschaffung nun durch eine Spende des Lions-Clubs Iserlohn. Zu erleben ist der Zimbelstern erstmals beim Präsentationskonzert zur Orgelerweiterung am Donnerstag, 27. April, um 19.30 Uhr. Teilnehmen werden dabei auch das Bläserensemble „Iserlohn Brass“ von Stefan Beumers und die Seniorenkantorei.

IKZ, Ralf Tiemann 04.04.2017






Griff in die Schatzkiste der Passion

Die Kantorei besticht mit einem beeindruckenden Motetten-Programm


Foto: Wolfgang Meutsch

Die Kantorei besticht mit einem beeindruckenden Motetten-Programm
Sie ist im Bewusstsein der meisten Menschen kaum noch vorhanden – die Passions-und Fastenzeit in den Wochen vor Ostern – und nirgendwo wurde dies so hautnah erlebbar wie im Umfeld der Obersten Stadtkirche. Während die Evangelische Kantorei zu einem ernst-besinnlichen Konzert zur Passion einlud, wurden nur wenige Meter entfernt bei herrlichem Frühlingswetter gigantische Eisportionen und Sahnetortenstücke verzehrt und in den Gärten ringsherum wurde sicherlich gleichzeitig so manche Grillwurst gewendet – und dies bei mindestens einem leckeren Bierchen.
Da mag es schon fast wie ein Anachronismus wirken, dass trotzdem die Kirche mehr als gut gefüllt war. Den zahlreichen Zuhörern wurde ein beeindruckendes Programm verschiedenster Kompositionen aus nahezu allen Epochen der Kirchenmusik geboten. Über 20 unterschiedliche Werke aus dem großen Schatz der Passionsmusik in einem fast zweistündigen Konzert verlangten den Zuhörern schon höchste Konzentration und auch Kondition ab. Es war Musik zum Innehalten, zum bewussten Zuhören, aber auch zur inneren Einkehr.

Hohe Klangkultur und stilistische Bandbreite
Hanns-Peter Springer, Leiter der Kantorei, gelang das Kunststück, die Vielzahl der Musikbeiträge in ein organisch Ganzes zusammenzuführen. Hierbei dominierte der größtenteils a capella vorgetragene Chorgesang, bei welchem die Kantorei einmal mehr ihre hohe Klangkultur und ihre stilistische Bandbreite unter Beweis stellte. Zentrales Werk war hierbei die Motette „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach, die mit ihren enormen technischen Anforderungen nur noch von den allerwenigsten Laienchören realisierbar ist. Orgelwerke von Scheidemann, Johann Ludwig Krebs und eine interessante, eigenwillige Improvisation über „Verleih uns Frieden gnädiglich“ – souverän präsentiert von Kantorin Ute Springer – komplettierten das Programm ebenso wie die Flötistin Laura Bennek. Ihre Teilnahme erwies sich als besonderer Glücksgriff, entlockte sie ihrer Blockflöte doch völlig neue und ungewohnte Klangfarben, insbesondere in dem zeitgenössischen „Resarium“ von Nicola Termöhlen.
Intensiver Applaus am Ende war ein verdienter Lohn für ein sicherlich alles andere als leicht verdauliches Konzert. Gleichzeitig gebührt dem Publikum ein ebenso großes Kompliment für seine Bereitschaft, sich über einen solch langen Zeitraum auf so viel „ernste Musik“ einzulassen.

 IKZ, Christian Otterstein,


Ein Hochgenuss für alle Sinne

Chorgesang, Instrumentalisten und Kleinkunst erwartete die Besucher der Musiknacht, die am Samstagabend in der als auch rund um die Oberste Stadtkirche stattfand.

Ein atmosphärischer Sommerabend mit abwechslungsreichen Tönen, sei es Vokal- oder Instrumentalmusik, mit Lichteffekten sowie einer ausgedehnten kulinarischen Pause mit viel Begegnung erwartete am Samstagabend die Besucher der großen Musiknacht, zu der in und rund um die Oberste Stadtkirche eingeladen wurde.

Die Musiknacht mit Chor, Orgel und Kleinkunst bot ein facettenreiches Programm, reich an virtuosen aber auch meditativen Stücken, vom Psalm-Gesang bis Tango. Dabei waren unter den 40 Einzelpunkten, welche in verschiedenen Blöcken dargeboten wurden, nicht alltägliche Kombinationen zu hören. Die zahlreichen Zuhörer waren ebenfalls eingeladen mitzusingen. An Stücken wie Antonio Vivaldi Larghetto aus dem Concerto Nr. 1 D-Dur in Bearbeitung von Johann Sebastian Bach und Stevie Wonders „You are the Sunshine of my Life“ wurde unter anderem deutlich, welch Bandbreite in der Musiknacht erklang. Kantor Hanns-Peter Springer, dem die Gesamtleitung oblag, versprach bei der Begrüßung nicht zu viel. „Die Nacht, mit ihrem ersten und zweiten Teil, ist ein Gesamtkunstwerk“, so der Kirchenmusikdirektor.
Veranstalter freuten sich über gutes Wetter

Eine Vielzahl an mitwirkenden Sängern und Musikern bescherte den anwesenden Musikliebhabern ein beeindruckendes Konzert. Neben der Evangelischen Kantorei Iserlohn wirkte der PopChor „Rise Up!“, beide unter der Leitung von Hanns-Peter Springer, mit. Mit Lukas Dallaff (Knabensopran), Angelina Nowak, Clara Schöttler, Lia Springer, Jonathan Förster und Aaron Schöttler waren aber auch junge Solisten aus den eigenen Reihen, und zwar aus dem jungen Chor „5nach5“, zu hören. Des Weiteren trugen folgende Solisten zum Musikgenuss der besonderen Art bei: Andreas Schwarz (Marimbaphon und Gongs), Daphne Barchewitz (Violoncello), Edýta Pietrasch Szyszko (Violine), Ulrich Stracke (Gitarre), Jonathan Förster (Klavier), Chelsea Turck (Cajon), Clara Schöttler (Flöte), Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Orgel und Klavier) sowie Hanns-Peter Springer (Cembalo) selbst.

War bei den vorherigen Musiknächten im Sommer das Wetter regnerisch, so konnten sich die Veranstalter der diesjährigen Musiknacht freuen. Die ausgedehnte kulinarische Pause mit viel Begegnung konnte im eingedeckten Innenhof vor der Obersten Stadtkirche stattfinden. Dort boten die verschiedenen Chöre an Ständen Kulinarisches für zwischendurch an, außerdem gab es einen Weinstand der Stiftung.
Spaziergang bei Kerzenschein um die Kirche

Neben einer Stärkung durfte die Pause zum Flanieren rund um die Kirche genutzt werden. Liebevoll, mit viel Kreativität, war der alte Friedhof neben bzw. hinter der Kirche dekoriert. Bei Kerzenschein konnten die Besucher so einen Blick in den sonst verschlossenen Bereich erhaschen.

Und am Ende der langen Musiknacht waren sich die Besucher angesichts des Musikgenusses aber auch nicht zuletzt auch aufgrund der Dekoration und der Arbeit, die die Verantwortlichen im Vorfeld investiert hatten, einig: Die gelungene Musiknacht 2015 war ein Hochgenuss für alle Sinne.

Annabel Jatzke

Ein Hochgenuss für alle Sinne | IKZ-Online.de - Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung. - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/ikz/staedte/iserlohn/ein-hochgenuss-fuer-alle-sinne-id11002709.html#plx1718485805


Ein Hochgenuss für alle Sinne
Chorgesang, Instrumentalisten und Kleinkunst erwartete die Besucher der Musiknacht, die am Samstagabend in der als auch rund um die Oberste Stadtkirche stattfand.Foto: Annabell Jatzke

Ein Hochgenuss für alle Sinne | IKZ-Online.de - Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung. - Lesen Sie mehr auf:
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Foto: Annabell Jatzke

Iserlohn. Große Musiknacht an der Obersten Stadtkirche überzeugt auf ganzer Linie.

Ein atmosphärischer Sommerabend mit abwechslungsreichen Tönen, sei es Vokal- oder Instrumentalmusik, mit Lichteffekten sowie einer ausgedehnten kulinarischen Pause mit viel Begegnung erwartete am Samstagabend die Besucher der großen Musiknacht, zu der in und rund um die Oberste Stadtkirche eingeladen wurde.

Die Musiknacht mit Chor, Orgel und Kleinkunst bot ein facettenreiches Programm, reich an virtuosen aber auch meditativen Stücken, vom Psalm-Gesang bis Tango. Dabei waren unter den 40 Einzelpunkten, welche in verschiedenen Blöcken dargeboten wurden, nicht alltägliche Kombinationen zu hören. Die zahlreichen Zuhörer waren ebenfalls eingeladen mitzusingen. An Stücken wie Antonio Vivaldi Larghetto aus dem Concerto Nr. 1 D-Dur in Bearbeitung von Johann Sebastian Bach und Stevie Wonders „You are the Sunshine of my Life“ wurde unter anderem deutlich, welch Bandbreite in der Musiknacht erklang. Kantor Hanns-Peter Springer, dem die Gesamtleitung oblag, versprach bei der Begrüßung nicht zu viel. „Die Nacht, mit ihrem ersten und zweiten Teil, ist ein Gesamtkunstwerk“, so der Kirchenmusikdirektor.
Veranstalter freuten sich über gutes Wetter

Eine Vielzahl an mitwirkenden Sängern und Musikern bescherte den anwesenden Musikliebhabern ein beeindruckendes Konzert. Neben der Evangelischen Kantorei Iserlohn wirkte der PopChor „Rise Up!“, beide unter der Leitung von Hanns-Peter Springer, mit. Mit Lukas Dallaff (Knabensopran), Angelina Nowak, Clara Schöttler, Lia Springer, Jonathan Förster und Aaron Schöttler waren aber auch junge Solisten aus den eigenen Reihen, und zwar aus dem jungen Chor „5nach5“, zu hören. Des Weiteren trugen folgende Solisten zum Musikgenuss der besonderen Art bei: Andreas Schwarz (Marimbaphon und Gongs), Daphne Barchewitz (Violoncello), Edýta Pietrasch Szyszko (Violine), Ulrich Stracke (Gitarre), Jonathan Förster (Klavier), Chelsea Turck (Cajon), Clara Schöttler (Flöte), Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Orgel und Klavier) sowie Hanns-Peter Springer (Cembalo) selbst.

War bei den vorherigen Musiknächten im Sommer das Wetter regnerisch, so konnten sich die Veranstalter der diesjährigen Musiknacht freuen. Die ausgedehnte kulinarische Pause mit viel Begegnung konnte im eingedeckten Innenhof vor der Obersten Stadtkirche stattfinden. Dort boten die verschiedenen Chöre an Ständen Kulinarisches für zwischendurch an, außerdem gab es einen Weinstand der Stiftung.
Spaziergang bei Kerzenschein um die Kirche

Neben einer Stärkung durfte die Pause zum Flanieren rund um die Kirche genutzt werden. Liebevoll, mit viel Kreativität, war der alte Friedhof neben bzw. hinter der Kirche dekoriert. Bei Kerzenschein konnten die Besucher so einen Blick in den sonst verschlossenen Bereich erhaschen.

Und am Ende der langen Musiknacht waren sich die Besucher angesichts des Musikgenusses aber auch nicht zuletzt auch aufgrund der Dekoration und der Arbeit, die die Verantwortlichen im Vorfeld investiert hatten, einig: Die gelungene Musiknacht 2015 war ein Hochgenuss für alle Sinne.

IKZ, 18.08.2015
Annabel Jatzke




Toccaten aus allen Zeiten und Stilen
 Feuerwerk der Orgelpfeifen zog erneut großes Publikum in die Oberste Stadtkirche

Toccaten aus allen Zeiten und Stilen



Toccaten aus allen Zeiten und StilenFeuerwerk der Orgelpfeifen zog erneut großes Publikum in die Oberste Stadtkirche

Die wohl berühmteste Toccata überhaupt – die in d-Moll von Bach – hat Hanns-Peter Springer nur ganz kurz angespielt, quasi als kleine Erinnerung daran, woran jeder als erstes denkt und was vor dem inneren Ohr erklingt, wenn man das Wort Toccata hört. Ansonsten fand dieses Werk aber keinen Platz im traditionellen „Feuerwerk der Orgelpfeifen“, zu dem das Kantoren Ehepaar der Versöhnungs-Kirchengemeinde alljährlich am späten Silvesterabend in die Obersten Stadtkirche einlädt. Und das, obwohl er das Konzert unter den Titel „Toccata“ gestellt hatte. Die Toccata – das erklärte Ute Springer zu Beginn des Konzertes – sei eben eine Gattung, die man im Grunde zwar nur von der Orgel kenne, die aber weitaus mehr zu bieten habe, als die aus der Toccata d-Moll bekannte Klangwucht. Sie kann auch lieblich und verspielt sein, hoch emotionale Züge haben, und natürlich immer die Möglichkeiten der Orgel in Klang, Virtuosität und Harmonik voll ausschöpfen.

All das führte Kirchenmusikdirektor Springer vor dem großen Publikum in der Obersten Stadtkirche bei seiner Zusammen von Toccaten aus verschiedenen Epochen und Stilen vor. Kaum ein Orgelkonzert in Iserlohn erfreut sich seit Jahren derartiger Beliebtheit wie das „Feuerwerk der Orgelpfeifen“, das zum Jahresabschluss nicht nur festliche Hochstimmung verbreitet, sondern bei Kerzenschein in der verdunkelten Kirche auch Gelegenheit gibt, vor dem richtigen Feuerwerk Ruhe zu finden und den Gedanken über das abgelaufene Jahr nachzuhängen.

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Beim Feuerwerk der Orgelpfeifen in der Oberste Stadtkirche zählt nicht nur der Klang der Schuke-Orgel, sondern auch die besondere Stimmung in dem von Kerzen erleuchteten Kirchenraum. An Silvester hat Pfarrerin Rahel Schöttler die Meditation gehalten.

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Foto: Michael May
Beim Feuerwerk der Orgelpfeifen in der Oberste Stadtkirche zählt nicht nur der Klang der Schuke-Orgel, sondern auch die besondere Stimmung in dem von Kerzen erleuchteten Kirchenraum. An Silvester hat Pfarrerin Rahel Schöttler die Meditation gehalten.




Die wohl berühmteste Toccata überhaupt – die in d-Moll von Bach – hat Hanns-Peter Springer nur ganz kurz angespielt, quasi als kleine Erinnerung daran, woran jeder als erstes denkt und was vor dem inneren Ohr erklingt, wenn man das Wort Toccata hört. Ansonsten fand dieses Werk aber keinen Platz im traditionellen „Feuerwerk der Orgelpfeifen“, zu dem das Kantoren Ehepaar der Versöhnungs-Kirchengemeinde alljährlich am späten Silvesterabend in die Obersten Stadtkirche einlädt. Und das, obwohl er das Konzert unter den Titel „Toccata“ gestellt hatte. Die Toccata – das erklärte Ute Springer zu Beginn des Konzertes – sei eben eine Gattung, die man im Grunde zwar nur von der Orgel kenne, die aber weitaus mehr zu bieten habe, als die aus der Toccata d-Moll bekannte Klangwucht. Sie kann auch lieblich und verspielt sein, hoch emotionale Züge haben, und natürlich immer die Möglichkeiten der Orgel in Klang, Virtuosität und Harmonik voll ausschöpfen.

All das führte Kirchenmusikdirektor Springer vor dem großen Publikum in der Obersten Stadtkirche bei seiner Zusammen von Toccaten aus verschiedenen Epochen und Stilen vor. Kaum ein Orgelkonzert in Iserlohn erfreut sich seit Jahren derartiger Beliebtheit wie das „Feuerwerk der Orgelpfeifen“, das zum Jahresabschluss nicht nur festliche Hochstimmung verbreitet, sondern bei Kerzenschein in der verdunkelten Kirche auch Gelegenheit gibt, vor dem richtigen Feuerwerk Ruhe zu finden und den Gedanken über das abgelaufene Jahr nachzuhängen.

Auch am Mittwoch war die Kirche wieder bis in die letzte Reihe und bis ins Seitenschiff und auf den Balkon gefüllt, und die vielen Zuhörer bekamen bei der Vielzahl an Toccaten vom Barock (Dietrich Buxtehude) und Romantik (Joseph Callaerts) bis in unsere Zeit (Jens Klimek, Matthias Nagel und Pietro Allesandro Yon) eine Menge Neues und Unerwartetes zu hören. Ergänzt wurde das Programm durch einige weihnachtliche Choralbearbeitungen und Meditationen und Gebeten von Pfarrerin Rahel Schöttler. Gekrönt wurde es von Charles Marie Widors beliebter Toccata in F. Und die bach’sche Klangwucht durfte natürlich auch nicht fehlen – auch wenn Hanns-Peter Springer die wohl berühmteste Toccata überhaupt außen vor ließ und statt dessen die „Dorische“ Toccata ausgewählt hatte.

Ralf Tiemann
IKZ, 02.01.2015


Sanfter Ausklang der Trubel-Tage

Schlicht, stimmungsvoll und besinnlich: Das große Weihnachtskonzert der evangelischen Kantorei und des Collegiums Vocale Iserlohn in der Kirche St. Aloysius in Iserlohn.Foto: Josef Wronski

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Sanfter Ausklang der Trubel-Tage
Schlicht, stimmungsvoll und besinnlich: Das große Weihnachtskonzert der evangelischen Kantorei und des Collegiums Vocale Iserlohn in der Kirche St. Aloysius in Iserlohn.Foto: Josef Wronski

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Schlicht, stimmungsvoll und besinnlich: Das große Weihnachtskonzert der evangelischen Kantorei und des Collegiums Vocale Iserlohn in der Kirche St. Aloysius in Iserlohn.Foto: Josef Wronski

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Foto: Josef Wronski

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Schlicht, stimmungsvoll und besinnlich: Das große Weihnachtskonzert der evangelischen Kantorei und des Collegiums Vocale Iserlohn in der Kirche St. Aloysius in Iserlohn.

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Iserlohn. Das Weihnachtskonzert der Ev. Kantorei mit dem Collegium Vocale in der St. Aloysius-Kirche war gut besucht und bildete eine willkommene Abwechslung zum bunten Treiben der vergangenen Wochen.

Schlichtheit als Trumpf: Am Abend des zweiten Weihnachtstages hatten die Evangelische Kantorei und das Collegium Vocale Iserlohn zum großen Konzert in die Kirche St. Aloysius geladen – ein wohltuend besinnlicher Abschluss nach dem allerorten bunten Flimmern des Feiertagstrubels. Hunderte Besucher waren in die gut gefüllte Kirche gekommen.

Diese ist bereits lange vor Beginn in ein stimmungsvolles Halbdunkel getaucht, einzig Kerzen auf Ständern und einige wenige Leuchter spenden Licht. Erdige Farbtöne dominieren, nur ein paar Blumengedecke sorgen für spärliche Farbtupfer. Auch die Sängerinnen und Sänger von Collegium und Kantorei sind schlicht in schwarz und weiß gewandet.
Instrumentenklang und Gesang fügen sich ineinander

Gegen 17 Uhr erklingen dann die ersten sanften Töne des „Prélude“ aus dem „Oratorio de Noél“ aus der Kirchenorgel, später ergänzt unter anderem von Violinen-Klängen. Das zweite Stück wird dann vom Chor allein bestritten, zu hören gibt es „Advent & Weihnachten“ nach Mendelssohn Bartholdy.

„Nun freut euch, ihr Christen“ wird dann von Sängern und Instrumentalisten gemeinsam dargeboten. Orgelklänge sowie Stimmen der männlichen und weiblichen Vokalisten legen sich wie Schichten übereinander und fügen sich schließlich zu einem großen Ganzen. Auch viele der Besucher stimmen nun mit ein.

Bei „Virga Jesse“ nach A. Bruckner liefern die Sängerinnen vor dem Altar den Grundton, auf dem sich wie auf einem Teppich dann langsam der Gesang der männlichen Vokalisten ausbreitet. Irgendwann erhebt sich dann ein „Halleluja“ aus diesem Geflecht, um dann wieder in der Weite des Kirchenschiffs zu verebben.

Weiter geht es wieder mit einem bedächtigen, sanften Orgel-Intro, „Es ist ein Ros’ entsprungen“ in der Bearbeitung von F. Lehrndorfer. Es folgt selbiges Stück, in der Praetorius-Bearbeitung mit Gesang.

Weiter und weiter geht es, immer wieder wechseln sich Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger ab – oder bringen die weihnachtlichen Lieder gemeinsam zum Klingen. „Zu Bethlehem geboren“, „Sehet, welch eine Liebe“, „Leise, leise in der Nacht“.

Zum Abschluss folgt dann noch ein Stück zum Mitsingen. Mit dem Klassiker „O du fröhliche“ werden die zahlreichen Besucher in die Nacht verabschiedet.

Die Leitung bei Kantorei und Collegium Vocale hatten Hanns-Peter Springer und Christopher Brauckmann inne. An den Instrumenten glänzten Mareen Knoop und Patrick Orlich (beide Violine), Judit Ramb (Viola), Paul Böhme (Violoncello) und Erika Betten (Kontrabass).

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Schlichtheit als Trumpf: Am Abend des zweiten Weihnachtstages hatten die Evangelische Kantorei und das Collegium Vocale Iserlohn zum großen Konzert in die Kirche St. Aloysius geladen – ein wohltuend besinnlicher Abschluss nach dem allerorten bunten Flimmern des Feiertagstrubels. Hunderte Besucher waren in die gut gefüllte Kirche gekommen.

Diese ist bereits lange vor Beginn in ein stimmungsvolles Halbdunkel getaucht, einzig Kerzen auf Ständern und einige wenige Leuchter spenden Licht. Erdige Farbtöne dominieren, nur ein paar Blumengedecke sorgen für spärliche Farbtupfer. Auch die Sängerinnen und Sänger von Collegium und Kantorei sind schlicht in schwarz und weiß gewandet.
Instrumentenklang und Gesang fügen sich ineinander

Gegen 17 Uhr erklingen dann die ersten sanften Töne des „Prélude“ aus dem „Oratorio de Noél“ aus der Kirchenorgel, später ergänzt unter anderem von Violinen-Klängen. Das zweite Stück wird dann vom Chor allein bestritten, zu hören gibt es „Advent & Weihnachten“ nach Mendelssohn Bartholdy.

„Nun freut euch, ihr Christen“ wird dann von Sängern und Instrumentalisten gemeinsam dargeboten. Orgelklänge sowie Stimmen der männlichen und weiblichen Vokalisten legen sich wie Schichten übereinander und fügen sich schließlich zu einem großen Ganzen. Auch viele der Besucher stimmen nun mit ein.

Bei „Virga Jesse“ nach A. Bruckner liefern die Sängerinnen vor dem Altar den Grundton, auf dem sich wie auf einem Teppich dann langsam der Gesang der männlichen Vokalisten ausbreitet. Irgendwann erhebt sich dann ein „Halleluja“ aus diesem Geflecht, um dann wieder in der Weite des Kirchenschiffs zu verebben.

Weiter geht es wieder mit einem bedächtigen, sanften Orgel-Intro, „Es ist ein Ros’ entsprungen“ in der Bearbeitung von F. Lehrndorfer. Es folgt selbiges Stück, in der Praetorius-Bearbeitung mit Gesang.

Weiter und weiter geht es, immer wieder wechseln sich Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger ab – oder bringen die weihnachtlichen Lieder gemeinsam zum Klingen. „Zu Bethlehem geboren“, „Sehet, welch eine Liebe“, „Leise, leise in der Nacht“.

Zum Abschluss folgt dann noch ein Stück zum Mitsingen. Mit dem Klassiker „O du fröhliche“ werden die zahlreichen Besucher in die Nacht verabschiedet.

Die Leitung bei Kantorei und Collegium Vocale hatten Hanns-Peter Springer und Christopher Brauckmann inne. An den Instrumenten glänzten Mareen Knoop und Patrick Orlich (beide Violine), Judit Ramb (Viola), Paul Böhme (Violoncello) und Erika Betten (Kontrabass).

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Schlichtheit als Trumpf: Am Abend des zweiten Weihnachtstages hatten die Evangelische Kantorei und das Collegium Vocale Iserlohn zum großen Konzert in die Kirche St. Aloysius geladen – ein wohltuend besinnlicher Abschluss nach dem allerorten bunten Flimmern des Feiertagstrubels. Hunderte Besucher waren in die gut gefüllte Kirche gekommen.
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Diese ist bereits lange vor Beginn in ein stimmungsvolles Halbdunkel getaucht, einzig Kerzen auf Ständern und einige wenige Leuchter spenden Licht. Erdige Farbtöne dominieren, nur ein paar Blumengedecke sorgen für spärliche Farbtupfer. Auch die Sängerinnen und Sänger von Collegium und Kantorei sind schlicht in schwarz und weiß gewandet.

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Gegen 17 Uhr erklingen dann die ersten sanften Töne des „Prélude“ aus dem „Oratorio de Noél“ aus der Kirchenorgel, später ergänzt unter anderem von Violinen-Klängen. Das zweite Stück wird dann vom Chor allein bestritten, zu hören gibt es „Advent & Weihnachten“ nach Mendelssohn Bartholdy.
„Nun freut euch, ihr Christen“ wird dann von Sängern und Instrumentalisten gemeinsam dargeboten. Orgelklänge sowie Stimmen der männlichen und weiblichen Vokalisten legen sich wie Schichten übereinander und fügen sich schließlich zu einem großen Ganzen. Auch viele der Besucher stimmen nun mit ein.
Bei „Virga Jesse“ nach A. Bruckner liefern die Sängerinnen vor dem Altar den Grundton, auf dem sich wie auf einem Teppich dann langsam der Gesang der männlichen Vokalisten ausbreitet. Irgendwann erhebt sich dann ein „Halleluja“ aus diesem Geflecht, um dann wieder in der Weite des Kirchenschiffs zu verebben.
Weiter geht es wieder mit einem bedächtigen, sanften Orgel-Intro, „Es ist ein Ros’ entsprungen“ in der Bearbeitung von F. Lehrndorfer. Es folgt selbiges Stück, in der Praetorius-Bearbeitung mit Gesang.
Weiter und weiter geht es, immer wieder wechseln sich Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger ab – oder bringen die weihnachtlichen Lieder gemeinsam zum Klingen. „Zu Bethlehem geboren“, „Sehet, welch eine Liebe“, „Leise, leise in der Nacht“.
Zum Abschluss folgt dann noch ein Stück zum Mitsingen. Mit dem Klassiker „O du fröhliche“ werden die zahlreichen Besucher in die Nacht verabschiedet.

Die Leitung bei Kantorei und Collegium Vocale hatten Hanns-Peter Springer und Christopher Brauckmann inne. An den Instrumenten glänzten Mareen Knoop und Patrick Orlich (beide Violine), Judit Ramb (Viola), Paul Böhme (Violoncello) und Erika Betten (Kontrabass).

Tim Gelewski
IKZ, 29.12.2014



Welturaufführung - Kleine ganz groß

Das Musical „Die Kinder von Smyrna“ feierte am Samstag eine gelungene Premiere in der Obersten Stadtkirche.

Kleine ganz groß
Foto: Jennifer Katz

„Weihnachtsmannfreie Zone“ stand nicht nur auf einem Schild an der Pforte der Obersten Stadtkirche geschrieben. Diese Ansage wurde am Samstagnachmittag auch gelebt, schließlich beschäftigt sich das Musical, das seine Welturaufführung erlebte, mit dem Nikolaus – und nicht dem von der Werbeindustrie erfundenen Mann im roten Mantel.

Rappelvoll war die Oberste Stadtkirche anlässlich der Premiere des Gemeinschaftswerkes (wir berichteten) von Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Musik) und Ernst Walther Rohmann (Text). Letzterer wollte eigentlich am Samstag die Einführung halten, musste aber krankheitsbedingt absagen. Rohmann hatte jedoch einen Brief geschickt, den Hanns-Peter Springer vorlas und der auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse wie den Tod von Tugce einging.

Dann ging es mit der eigentlichen Aufführung los, bestritten von den Allerkleinsten aus dem Kreise der verschiedenen Kantorei-Gruppen. Kindergarten- und Grundschulzwerge präsentierten sich nicht nur hochkonzentriert, sondern auch äußerst mutig: Die Mädchen und Jungen der St. Marienkäfer und der Minis trugen als Solisten nicht nur Texte, sondern sogar Liedpassagen vor. Während Eltern, Großeltern und Freunde mit großen Augen und Gänsehaut in den Reihen das Geschehen vorn verfolgten, erschienen die Darsteller, als hätten sie nie etwas anderes getan als in einer vollen Kirche zu singen und zu spielen.

Ute Springer ist es gelungen, aus den Kindergruppen nebst erwachsenen Instrumentalisten ein eingeschworenes Ensemble zu schmieden, das sich auch nicht von kleineren Widrigkeiten aus dem Takt bringen ließ. Das Publikum zollte dieser Leistung mit einem ebenso herzlichen wie lang anhaltenden Applaus seinen großen Respekt vor der Gemeinschaftsleistung.
Das Musical „Die Kinder von Smyrna“ feierte am Samstag eine gelungene Premiere in der Obersten Stadtkirche.

„Weihnachtsmannfreie Zone“ stand nicht nur auf einem Schild an der Pforte der Obersten Stadtkirche geschrieben. Diese Ansage wurde am Samstagnachmittag auch gelebt, schließlich beschäftigt sich das Musical, das seine Welturaufführung erlebte, mit dem Nikolaus – und nicht dem von der Werbeindustrie erfundenen Mann im roten Mantel.

Rappelvoll war die Oberste Stadtkirche anlässlich der Premiere des Gemeinschaftswerkes (wir berichteten) von Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Musik) und Ernst Walther Rohmann (Text). Letzterer wollte eigentlich am Samstag die Einführung halten, musste aber krankheitsbedingt absagen. Rohmann hatte jedoch einen Brief geschickt, den Hanns-Peter Springer vorlas und der auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse wie den Tod von Tugce einging.
Darsteller zeigten sich mutig und hochkonzentriert

Dann ging es mit der eigentlichen Aufführung los, bestritten von den Allerkleinsten aus dem Kreise der verschiedenen Kantorei-Gruppen. Kindergarten- und Grundschulzwerge präsentierten sich nicht nur hochkonzentriert, sondern auch äußerst mutig: Die Mädchen und Jungen der St. Marienkäfer und der Minis trugen als Solisten nicht nur Texte, sondern sogar Liedpassagen vor. Während Eltern, Großeltern und Freunde mit großen Augen und Gänsehaut in den Reihen das Geschehen vorn verfolgten, erschienen die Darsteller, als hätten sie nie etwas anderes getan als in einer vollen Kirche zu singen und zu spielen.

Ute Springer ist es gelungen, aus den Kindergruppen nebst erwachsenen Instrumentalisten ein eingeschworenes Ensemble zu schmieden, das sich auch nicht von kleineren Widrigkeiten aus dem Takt bringen ließ. Das Publikum zollte dieser Leistung mit einem ebenso herzlichen wie lang anhaltenden Applaus seinen großen Respekt vor der Gemeinschaftsleistung.

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Das Musical „Die Kinder von Smyrna“ feierte am Samstag eine gelungene Premiere in der Obersten Stadtkirche.

„Weihnachtsmannfreie Zone“ stand nicht nur auf einem Schild an der Pforte der Obersten Stadtkirche geschrieben. Diese Ansage wurde am Samstagnachmittag auch gelebt, schließlich beschäftigt sich das Musical, das seine Welturaufführung erlebte, mit dem Nikolaus – und nicht dem von der Werbeindustrie erfundenen Mann im roten Mantel.

Rappelvoll war die Oberste Stadtkirche anlässlich der Premiere des Gemeinschaftswerkes (wir berichteten) von Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Musik) und Ernst Walther Rohmann (Text). Letzterer wollte eigentlich am Samstag die Einführung halten, musste aber krankheitsbedingt absagen. Rohmann hatte jedoch einen Brief geschickt, den Hanns-Peter Springer vorlas und der auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse wie den Tod von Tugce einging.
Darsteller zeigten sich mutig und hochkonzentriert

Dann ging es mit der eigentlichen Aufführung los, bestritten von den Allerkleinsten aus dem Kreise der verschiedenen Kantorei-Gruppen. Kindergarten- und Grundschulzwerge präsentierten sich nicht nur hochkonzentriert, sondern auch äußerst mutig: Die Mädchen und Jungen der St. Marienkäfer und der Minis trugen als Solisten nicht nur Texte, sondern sogar Liedpassagen vor. Während Eltern, Großeltern und Freunde mit großen Augen und Gänsehaut in den Reihen das Geschehen vorn verfolgten, erschienen die Darsteller, als hätten sie nie etwas anderes getan als in einer vollen Kirche zu singen und zu spielen.

Ute Springer ist es gelungen, aus den Kindergruppen nebst erwachsenen Instrumentalisten ein eingeschworenes Ensemble zu schmieden, das sich auch nicht von kleineren Widrigkeiten aus dem Takt bringen ließ. Das Publikum zollte dieser Leistung mit einem ebenso herzlichen wie lang anhaltenden Applaus seinen großen Respekt vor der Gemeinschaftsleistung.

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Das Musical „Die Kinder von Smyrna“ feierte am Samstag eine gelungene Premiere in der Obersten Stadtkirche.

„Weihnachtsmannfreie Zone“ stand nicht nur auf einem Schild an der Pforte der Obersten Stadtkirche geschrieben. Diese Ansage wurde am Samstagnachmittag auch gelebt, schließlich beschäftigt sich das Musical, das seine Welturaufführung erlebte, mit dem Nikolaus – und nicht dem von der Werbeindustrie erfundenen Mann im roten Mantel.

Rappelvoll war die Oberste Stadtkirche anlässlich der Premiere des Gemeinschaftswerkes (wir berichteten) von Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Musik) und Ernst Walther Rohmann (Text). Letzterer wollte eigentlich am Samstag die Einführung halten, musste aber krankheitsbedingt absagen. Rohmann hatte jedoch einen Brief geschickt, den Hanns-Peter Springer vorlas und der auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse wie den Tod von Tugce einging.
Darsteller zeigten sich mutig und hochkonzentriert

Dann ging es mit der eigentlichen Aufführung los, bestritten von den Allerkleinsten aus dem Kreise der verschiedenen Kantorei-Gruppen. Kindergarten- und Grundschulzwerge präsentierten sich nicht nur hochkonzentriert, sondern auch äußerst mutig: Die Mädchen und Jungen der St. Marienkäfer und der Minis trugen als Solisten nicht nur Texte, sondern sogar Liedpassagen vor. Während Eltern, Großeltern und Freunde mit großen Augen und Gänsehaut in den Reihen das Geschehen vorn verfolgten, erschienen die Darsteller, als hätten sie nie etwas anderes getan als in einer vollen Kirche zu singen und zu spielen.

Ute Springer ist es gelungen, aus den Kindergruppen nebst erwachsenen Instrumentalisten ein eingeschworenes Ensemble zu schmieden, das sich auch nicht von kleineren Widrigkeiten aus dem Takt bringen ließ. Das Publikum zollte dieser Leistung mit einem ebenso herzlichen wie lang anhaltenden Applaus seinen großen Respekt vor der Gemeinschaftsleistung.

Jennifer Katz

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Jennifer Katz
IKZ, 7.12.2014


Vorbericht des IKZ:

Kinderkantorei
- Weihnachtsmannfreie Zone
Die Ev. Kinderkantorei führt am 6. Dezember in der Obersten Stadtkirche das Nikolaus-Musical von KMD Ute Springer auf.

Es gibt einfach keine Kinder-Musicals über den Nikolaus. Beim Thema Weihnachten kann man aus dem Vollen schöpfen, aber zu Nikolaus konnte Ute Springer auch nach intensiver Suche nicht fündig werden. Nun war es aber so, dass schon im Herbst 2013, als sie zusammen mit ihrem Mann Hanns-Peter Springer das Kantorei-Jahr 2014 geplant hat, feststand, dass der einzige Termin für ein Kinder-Musical der 6. Dezember sein würde. Und das hat natürlich den Wunsch geweckt, ein richtiges Musical über den echten Nikolaus aufzuführen.
Eingespieltes Team mitErnst Walther Rohmann

Die einzige Lösung des Problems bestand darin, selbst zur Feder zu greifen und ein eigenes Nikolaus-Stück zu schreiben. Und darin ist Ute Springer inzwischen schon gut geübt. Neben anderen Kompositionen hatte sie mit „Sebulon der Weihnachts-Engel“ und „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ auch schon zwei Singspiele für ihre Kinderkantorei geschrieben – beide zusammen mit Pfarrer Ernst Walther Rohmann, in dessen Gemeinde in Rhein-Hessen sie vor ihrem Wechsel nach Iserlohn als Kirchenmusikerin tätig war. Mit ihm als Texter hat sie nun auch ihr drittes Musical „Nikolaus und die Kinder aus Myra“ geschrieben.

Ernst Walther Rohmann, der inzwischen im Ruhestand ist, schreibt seit 50 Jahren Texte verschiedenster Art – unter anderem auch immer wieder Büttenreden für den Karneval in rhein-hessischer Mundart, aber auch viele Lieder. „Er hat eine sehr poetische Sprache, farbig, dicht und kraftvoll. Er kann wunderschöne Bilder entstehen lassen und schafft es dabei auch, für Kinder fassbare Texte zu schreiben“, hebt Ute Springer die Vorzüge ihres Partners hervor. Vor allem freut es sie aber, dass sie bei bisher allen Projekten inhaltlich auf einer Welle geschwommen sind. So auch beim Nikolaus. „Wir wollen ihn als echten Menschen und historische Person darstellen und auf jeden Fall vom Weihnachtsmann abgrenzen“, sagt Ute Springer. Auf den Plakaten prangt sogar dick die Warnung „Weihnachtsmannfreie Zone.“ Also kein dickbäuchiger Mann mit roten Klamotten und Sack auf dem Buckel. Sondern ein Bischof, der die Nöte der Menschen sieht - vor allem die der Kinder - und in seinem Rahmen hilft, so wie Jesus es auch getan hätte. „Wir gehen dabei auch einen anderen Weg vorbei an den üblichen Legenden und zielen eher auf das Thema Teilen“, sagt die Kantorin.

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Die Ev. Kinderkantorei führt am 6. Dezember in der Obersten Stadtkirche das Nikolaus-Musical von KMD Ute Springer auf.

Weihnachtsmannfreie Zone
Ute Springer
Foto: Michael May


Es gibt einfach keine Kinder-Musicals über den Nikolaus. Beim Thema Weihnachten kann man aus dem Vollen schöpfen, aber zu Nikolaus konnte Ute Springer auch nach intensiver Suche nicht fündig werden. Nun war es aber so, dass schon im Herbst 2013, als sie zusammen mit ihrem Mann Hanns-Peter Springer das Kantorei-Jahr 2014 geplant hat, feststand, dass der einzige Termin für ein Kinder-Musical der 6. Dezember sein würde. Und das hat natürlich den Wunsch geweckt, ein richtiges Musical über den echten Nikolaus aufzuführen.

Die einzige Lösung des Problems bestand darin, selbst zur Feder zu greifen und ein eigenes Nikolaus-Stück zu schreiben. Und darin ist Ute Springer inzwischen schon gut geübt. Neben anderen Kompositionen hatte sie mit „Sebulon der Weihnachts-Engel“ und „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ auch schon zwei Singspiele für ihre Kinderkantorei geschrieben – beide zusammen mit Pfarrer Ernst Walther Rohmann, in dessen Gemeinde in Rhein-Hessen sie vor ihrem Wechsel nach Iserlohn als Kirchenmusikerin tätig war.
Mit ihm als Texter hat sie nun auch ihr drittes Musical „Nikolaus und die Kinder aus Myra“ geschrieben.

Ernst Walther Rohmann, der inzwischen im Ruhestand ist, schreibt seit 50 Jahren Texte verschiedenster Art – unter anderem auch immer wieder Büttenreden für den Karneval in rhein-hessischer Mundart, aber auch viele Lieder. „Er hat eine sehr poetische Sprache, farbig, dicht und kraftvoll. Er kann wunderschöne Bilder entstehen lassen und schafft es dabei auch, für Kinder fassbare Texte zu schreiben“, hebt Ute Springer die Vorzüge ihres Partners hervor. Vor allem freut es sie aber, dass sie bei bisher allen Projekten inhaltlich auf einer Welle geschwommen sind. So auch beim Nikolaus. „Wir wollen ihn als echten Menschen und historische Person darstellen und auf jeden Fall vom Weihnachtsmann abgrenzen“, sagt Ute Springer. Auf den Plakaten prangt sogar dick die Warnung „Weihnachtsmannfreie Zone.“ Also kein dickbäuchiger Mann mit roten Klamotten und Sack auf dem Buckel. Sondern ein

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Mit ihm als Texter hat sie nun auch ihr drittes Musical „Nikolaus und die Kinder aus Myra“ geschrieben.

Ernst Walther Rohmann, der inzwischen im Ruhestand ist, schreibt seit 50 Jahren Texte verschiedenster Art – unter anderem auch immer wieder Büttenreden für den Karneval in rhein-hessischer Mundart, aber auch viele Lieder. „Er hat eine sehr poetische Sprache, farbig, dicht und kraftvoll. Er kann wunderschöne Bilder entstehen lassen und schafft es dabei auch, für Kinder fassbare Texte zu schreiben“, hebt Ute Springer die Vorzüge ihres Partners hervor. Vor allem freut es sie aber, dass sie bei bisher allen Projekten inhaltlich auf einer Welle geschwommen sind. So auch beim Nikolaus. „Wir wollen ihn als echten Menschen und historische Person darstellen und auf jeden Fall vom Weihnachtsmann abgrenzen“, sagt Ute Springer. Auf den Plakaten prangt sogar dick die Warnung „Weihnachtsmannfreie Zone.“ Also kein dickbäuchiger Mann mit roten Klamotten und Sack auf dem Buckel. Sondern ein Bischof, der die Nöte der Menschen sieht - vor allem die der Kinder - und in seinem Rahmen hilft, so wie Jesus es auch getan hätte. „Wir gehen dabei auch einen anderen Weg vorbei an den üblichen Legenden und zielen eher auf das Thema Teilen“, sagt die Kantorin.

Musikalisch bewegt sich das Musical eher im Bereich der Klassik als in Richtung Pop. Es sei ihr wichtig gewesen, dass es für die Kinder gut singbar ist, sie durch die Musik aber gleichzeitig möglichst flexibel mit vielen Taktwechseln erzogen werden. Der Gesang der Kinder soll auch ganz im Vordergrund stehen, eher zart von einem kleinen Ensemble aus Klavier, Flöte und Geige begleitet werden, das einige schöne Farben und Effekte ins Spiel bringt.

Minis und St.-Marienkäfer tragen das Stück alleine

Nachdem im Herbst das Stück noch mal feinjustiert und auf die Minis und St.-Marienkäfer abgestimmt wurde, ist sich Ute Springer sicher: „Wir haben etwas hinbekommen, das besonders für die Kleinen sehr gut passt.“ Denn auch diese Konstellation, dass sie ein Stück nur mit Kindergarten- und Grundschulkindern aufführt, hat es bisher erst einmal vor zehn Jahren beim „Regenbogenfisch“ gegeben. Sonst übernehmen bei den eigenen Musical-Produktionen der Kinderkantorei die Maxis (4. bis 6. Klasse) die Solo-Rollen. Die sind aber gerade schwer mit der Kinderoper „Hokus Pokus Holderbusch“ beschäftigt, die sie zusammen mit dem Opern-Ensemble des Landestheaters Detmold am 30. November im Parktheater aufführen. Daher wurden die Gesangs-Soli und Sprechrollen auf die Minis (2. bis 3. Klasse) verteilt – außer der Hauptrolle: den Nikolaus spielt Karl-Heinz Hülsmann aus der Erwachsenen-Kantorei. Die St.-Marienkäfer (ab fünf Jahren) werden in Gruppenrollen auftreten. Auch diese Arbeit mit den Kleinen, die das Musical nun alleine tragen, macht den „Nikolaus und die Kinder aus Myra“ zu einem besonderen Stück der Kinderkantorei.

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Nachdem im Herbst das Stück noch mal feinjustiert und auf die Minis und St.-Marienkäfer abgestimmt wurde, ist sich Ute Springer sicher: „Wir haben etwas hinbekommen, das besonders für die Kleinen sehr gut passt.“ Denn auch diese Konstellation, dass sie ein Stück nur mit Kindergarten- und Grundschulkindern aufführt, hat es bisher erst einmal vor zehn Jahren beim „Regenbogenfisch“ gegeben. Sonst übernehmen bei den eigenen Musical-Produktionen der Kinderkantorei die Maxis (4. bis 6. Klasse) die Solo-Rollen. Die sind aber gerade schwer mit der Kinderoper „Hokus Pokus Holderbusch“ beschäftigt, die sie zusammen mit dem Opern-Ensemble des Landestheaters Detmold am 30. November im Parktheater aufführen. Daher wurden die Gesangs-Soli und Sprechrollen auf die Minis (2. bis 3. Klasse) verteilt – außer der Hauptrolle: den Nikolaus spielt Karl-Heinz Hülsmann aus der Erwachsenen-Kantorei. Die St.-Marienkäfer (ab fünf Jahren) werden in Gruppenrollen auftreten. Auch diese Arbeit mit den Kleinen, die das Musical nun alleine tragen, macht den „Nikolaus und die Kinder aus Myra“ zu einem besonderen Stück der Kinderkantorei.

Info: Die Welturaufführung des Musicals von Ernst Walther Rohmann (Text) und Ute Springer (Musik) ist am Samstag, 6. Dezember, um 17 Uhr in der Obersten Stadtkirche. Der Eintritt ist frei. Ernst Walther Rohmann wird anwesend sein und eine Einführung halten

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Info: Die Welturaufführung des Musicals von Ernst Walther Rohmann (Text) und Ute Springer (Musik) ist am Samstag, 6. Dezember, um 17 Uhr in der Obersten Stadtkirche. Der Eintritt ist frei. Ernst Walther Rohmann wird anwesend sein und eine Einführung halten

Ralf Tiemann
IKZ, 13.11.2014
Die Ev. Kinderkantorei führt am 6. Dezember in der Obersten Stadtkirche das Nikolaus-Musical von KMD Ute Springer auf.

Es gibt einfach keine Kinder-Musicals über den Nikolaus. Beim Thema Weihnachten kann man aus dem Vollen schöpfen, aber zu Nikolaus konnte Ute Springer auch nach intensiver Suche nicht fündig werden. Nun war es aber so, dass schon im Herbst 2013, als sie zusammen mit ihrem Mann Hanns-Peter Springer das Kantorei-Jahr 2014 geplant hat, feststand, dass der einzige Termin für ein Kinder-Musical der 6. Dezember sein würde. Und das hat natürlich den Wunsch geweckt, ein richtiges Musical über den echten Nikolaus aufzuführen.
Eingespieltes Team mitErnst Walther Rohmann

Die einzige Lösung des Problems bestand darin, selbst zur Feder zu greifen und ein eigenes Nikolaus-Stück zu schreiben. Und darin ist Ute Springer inzwischen schon gut geübt. Neben anderen Kompositionen hatte sie mit „Sebulon der Weihnachts-Engel“ und „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ auch schon zwei Singspiele für ihre Kinderkantorei geschrieben – beide zusammen mit Pfarrer Ernst Walther Rohmann, in dessen Gemeinde in Rhein-Hessen sie vor ihrem Wechsel nach Iserlohn als Kirchenmusikerin tätig war.

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Weihnachtsmannfreie Zone
13.11.2014 | 17:30 Uhr
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Weihnachtsmannfreie Zone
Ute SpringerFoto: Michael May

Iserlohn. Die Ev. Kinderkantorei führt am 6. Dezember in der Obersten Stadtkirche das Nikolaus-Musical von KMD Ute Springer auf.

Es gibt einfach keine Kinder-Musicals über den Nikolaus. Beim Thema Weihnachten kann man aus dem Vollen schöpfen, aber zu Nikolaus konnte Ute Springer auch nach intensiver Suche nicht fündig werden. Nun war es aber so, dass schon im Herbst 2013, als sie zusammen mit ihrem Mann Hanns-Peter Springer das Kantorei-Jahr 2014 geplant hat, feststand, dass der einzige Termin für ein Kinder-Musical der 6. Dezember sein würde. Und das hat natürlich den Wunsch geweckt, ein richtiges Musical über den echten Nikolaus aufzuführen.
Eingespieltes Team mitErnst Walther Rohmann

Die einzige Lösung des Problems bestand darin, selbst zur Feder zu greifen und ein eigenes Nikolaus-Stück zu schreiben. Und darin ist Ute Springer inzwischen schon gut geübt. Neben anderen Kompositionen hatte sie mit „Sebulon der Weihnachts-Engel“ und „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ auch schon zwei Singspiele für ihre Kinderkantorei geschrieben – beide zusammen mit Pfarrer Ernst Walther Rohmann, in dessen Gemeinde in Rhein-Hessen sie vor ihrem Wechsel nach Iserlohn als Kirchenmusikerin tätig war. Mit ihm als Texter hat sie nun auch ihr drittes Musical „Nikolaus und die Kinder aus Myra“ geschrieben.

Ernst Walther Rohmann, der inzwischen im Ruhestand ist, schreibt seit 50 Jahren Texte verschiedenster Art – unter anderem auch immer wieder Büttenreden für den Karneval in rhein-hessischer Mundart, aber auch viele Lieder. „Er hat eine sehr poetische Sprache, farbig, dicht und kraftvoll. Er kann wunderschöne Bilder entstehen lassen und schafft es dabei auch, für Kinder fassbare Texte zu schreiben“, hebt Ute Springer die Vorzüge ihres Partners hervor. Vor allem freut es sie aber, dass sie bei bisher allen Projekten inhaltlich auf einer Welle geschwommen sind. So auch beim Nikolaus. „Wir wollen ihn als echten Menschen und historische Person darstellen und auf jeden Fall vom Weihnachtsmann abgrenzen“, sagt Ute Springer. Auf den Plakaten prangt sogar dick die Warnung „Weihnachtsmannfreie Zone.“ Also kein dickbäuchiger Mann mit roten Klamotten und Sack auf dem Buckel. Sondern ein Bischof, der die Nöte der Menschen sieht - vor allem die der Kinder - und in seinem Rahmen hilft, so wie Jesus es auch getan hätte. „Wir gehen dabei auch einen anderen Weg vorbei an den üblichen Legenden und zielen eher auf das Thema Teilen“, sagt die Kantorin.

Musikalisch bewegt sich das Musical eher im Bereich der Klassik als in Richtung Pop. Es sei ihr wichtig gewesen, dass es für die Kinder gut singbar ist, sie durch die Musik aber gleichzeitig möglichst flexibel mit vielen Taktwechseln erzogen werden. Der Gesang der Kinder soll auch ganz im Vordergrund stehen, eher zart von einem kleinen Ensemble aus Klavier, Flöte und Geige begleitet werden, das einige schöne Farben und Effekte ins Spiel bringt.
Minis und St.-Marienkäfer tragen das Stück alleine

Nachdem im Herbst das Stück noch mal feinjustiert und auf die Minis und St.-Marienkäfer abgestimmt wurde, ist sich Ute Springer sicher: „Wir haben etwas hinbekommen, das besonders für die Kleinen sehr gut passt.“ Denn auch diese Konstellation, dass sie ein Stück nur mit Kindergarten- und Grundschulkindern aufführt, hat es bisher erst einmal vor zehn Jahren beim „Regenbogenfisch“ gegeben. Sonst übernehmen bei den eigenen Musical-Produktionen der Kinderkantorei die Maxis (4. bis 6. Klasse) die Solo-Rollen. Die sind aber gerade schwer mit der Kinderoper „Hokus Pokus Holderbusch“ beschäftigt, die sie zusammen mit dem Opern-Ensemble des Landestheaters Detmold am 30. November im Parktheater aufführen. Daher wurden die Gesangs-Soli und Sprechrollen auf die Minis (2. bis 3. Klasse) verteilt – außer der Hauptrolle: den Nikolaus spielt Karl-Heinz Hülsmann aus der Erwachsenen-Kantorei. Die St.-Marienkäfer (ab fünf Jahren) werden in Gruppenrollen auftreten. Auch diese Arbeit mit den Kleinen, die das Musical nun alleine tragen, macht den „Nikolaus und die Kinder aus Myra“ zu einem besonderen Stück der Kinderkantorei.

Info: Die Welturaufführung des Musicals von Ernst Walther Rohmann (Text) und Ute Springer (Musik) ist am Samstag, 6. Dezember, um 17 Uhr in der Obersten Stadtkirche. Der Eintritt ist frei. Ernst Walther Rohmann wird anwesend sein und eine Einführung halten

Ralf Tiemann

Weihnachtsmannfreie Zone - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Das Musical „Die Kinder von Smyrna“ feierte am Samstag eine gelungene Premiere in der Obersten Stadtkirche.

„Weihnachtsmannfreie Zone“ stand nicht nur auf einem Schild an der Pforte der Obersten Stadtkirche geschrieben. Diese Ansage wurde am Samstagnachmittag auch gelebt, schließlich beschäftigt sich das Musical, das seine Welturaufführung erlebte, mit dem Nikolaus – und nicht dem von der Werbeindustrie erfundenen Mann im roten Mantel.

Rappelvoll war die Oberste Stadtkirche anlässlich der Premiere des Gemeinschaftswerkes (wir berichteten) von Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Musik) und Ernst Walther Rohmann (Text). Letzterer wollte eigentlich am Samstag die Einführung halten, musste aber krankheitsbedingt absagen. Rohmann hatte jedoch einen Brief geschickt, den Hanns-Peter Springer vorlas und der auf aktuelle politische und gesellschaftliche Ereignisse wie den Tod von Tugce einging.
Darsteller zeigten sich mutig und hochkonzentriert

Dann ging es mit der eigentlichen Aufführung los, bestritten von den Allerkleinsten aus dem Kreise der verschiedenen Kantorei-Gruppen. Kindergarten- und Grundschulzwerge präsentierten sich nicht nur hochkonzentriert, sondern auch äußerst mutig: Die Mädchen und Jungen der St. Marienkäfer und der Minis trugen als Solisten nicht nur Texte, sondern sogar Liedpassagen vor. Während Eltern, Großeltern und Freunde mit großen Augen und Gänsehaut in den Reihen das Geschehen vorn verfolgten, erschienen die Darsteller, als hätten sie nie etwas anderes getan als in einer vollen Kirche zu singen und zu spielen.

Ute Springer ist es gelungen, aus den Kindergruppen nebst erwachsenen Instrumentalisten ein eingeschworenes Ensemble zu schmieden, das sich auch nicht von kleineren Widrigkeiten aus dem Takt bringen ließ. Das Publikum zollte dieser Leistung mit einem ebenso herzlichen wie lang anhaltenden Applaus seinen großen Respekt vor der Gemeinschaftsleistung.

Jennifer Katz

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Wunderschönes Miteinander von Alt und Jung


Foto: Michael May
Hanns-Peter Springer hielt am Sonntag mit seinem Dirigat Chor, Orchester und die drei Solisten zusammen.

Die Evangelische Kantorei bewies zum 60. Geburtstag mit Haydns „Schöpfung“ erneut ihre Lebendigkeit Iserlohn. Überall strahlende Gesichter gab es in der Obersten Stadtkirche nach dem glanzvollen Konzertwochenende der Evangelischen Kantorei mit Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.
Minutenlang wurde am Sonntag stehend applaudiert – und das hatten sich die Sängerinnen und Sänger der MAXIs, des Jungen Chors 5nach5 und der Erwachsenenkantorei zusammen mit den ausgezeichneten Solisten und dem Orchester Camerata Instrumentale Siegen wahrhaftig verdient.

In „Raphaels Auftrag“, dem Familienkonzert am Samstag unter der Leitung von KMD Ute Springer standen vor allem die Kinder und Jugendlichen sowie die Solisten im Mittelpunkt (siehe Bericht unten).

Am Sonntag nun wurde mit vollständigem Orchester das gesamte  Oratorium aufgeführt. Hier hielt KMD Hanns-Peter Springer mit großer gestalterischer Kraft den Taktstock – und bewies, dass die Kantorei auch beim 60. Geburtstag gewohnt lebendig und hochmusikalisch daherkommt. Nicht zuletzt weil sich Jung und Alt im Chor im ersten Teil erneut auf ein wunderschönes Miteinander eingelassen hatten. So eine Kooperation macht etwas mit allen Beteiligten - bewirkt nicht nur einen herzerfrischenden besonderen Klang, sondern durchdringt die ganze musikalische Präsentation. Haydns „Schöpfung“ mit all den lautmalerischen Ideen, den vielen fröhlichen Lobgesängen bisten konnte davon nur profitieren.
Das Orchester aus Siegen trug